Das Historische Zentrum Stadt Remscheid
Haus Cleff, das Deutsche Werkzeugmuseum und das Stadtarchiv liegen in Hasten wenige Schritte voneinander entfernt. Wenn auch unter anderem Namen und teilweise an anderen Orten, gehören sie doch seit 1925 zusammen. Seit 1995 bilden sie das Historische Zentrum. Wir sind eine Einrichtung der Stadt Remscheid, und wir sind der Ort, der die Geschichte der Stadt Remscheid bewahrt, präsentiert und weiterschreibt.
Mit der Wiedereröffnung von Haus Cleff nach einer zehnjährigen Schließzeit wird dieser Gedanke nun erstmals Wirklichkeit. Wir arbeiten daran, dass du in Zukunft an einem Nachmittag das einzigartige Bürgerhaus einer Kaufmannsfamilie aus dem 18. Jahrhunderts besuchen kannst, im Deutschen Werkzeugmuseum deine Fähigkeiten als Feilenhauerschmied erprobst und nach Voranmeldung im Stadtarchiv nach deiner eigenen Familiengeschichte forschst. In den nächsten Jahren wird noch viel gebaut. Spannende Workshops bieten wir aber bereits in der nahen Zukunft an.
Unser Gebäudeensemble hat selbst Geschichte
Unsere Gebäude an der Cleffstr. 2-8 wurden nicht als Museen gebaut. Haus Cleff war Wohnhaus, das Kontor Büro, die heutigen Ausstellungsräume Werkstatt und Fabrik. An diesem authentischen Industriestandort wurde die Geschichte der Werkzeugproduktion und des internationalen Handels mit Kleineisenwaren gelebt. Die größten und wichtigsten Gebäudeteile stehen heute unter Denkmalschutz. Deshalb sind sie besonders interessant. Wer die einzelnen Gebäude baute und wie sie seitdem genutzt wurden, erzählen wir dir hier.


Kommt vorbei!
Was macht ein Museum und ein Stadtarchiv? Wir bewahren Geschichte und stellen diese aus.
Erinnerst du dich von Schulbesuchen an staubige Vitrinen in alten Gemäuern? Bei uns erlebst etwas Anderes. Mit unseren neuen digitalen und interaktiven Formaten kannst du die Ausstellungen erkunden und wirst selbst aktiv. In unseren partizipativen Formaten hilfst du mit, die Geschichte der Stadt zu schreiben. Mit einem Fokus auf Oral history und Beteiligungsformaten wollen wir in Zukunft multiperspektivisch Erzählungen von Bürgerinnen und Bürgern in den Ausstellungen erfahrbar machen, die bislang nicht zu hören waren.
In Haus Cleff entsteht in den nächsten 10-15 Jahren eine neue Dauerausstellung, in der dann auch die Stimmen der Arbeiterinnen und Arbeiter, ehemaliger Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, von politisch Verfolgten, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern oder anderen Gruppierungen zu Wort kommen, deren wichtige Beiträge für die Zivilgesellschaft bislang nicht museal gewürdigt wurden oder deren leidvolles Schicksal erinnert werden soll. Die Erinnerung und kritische Aufarbeitung schwieriger Kapitel der deutschen Geschichte ist Basis für eine demokratische Gesellschaft und für die offene und tolerante Stadt Remscheid. Hierfür bauen wir in den kommenden Jahren Kooperationen zu vielfältigen gesellschaftlichen Initiativen auf.
Was uns verbindet
Wir lieben Geschichte und wollen sie lebendig halten. Das Stadtarchiv bewahrt die Quellen aller Gemeinden, die später zur Stadt Remscheid wurden. Deutsches Werkzeugmuseum und Haus Cleff widmen sich ganz der DNA der Stadt: dem Werkzeug. Hier wurde es hergestellt, von hier aus wurde es gehandelt. Bereits im 18. Jahrhundert bis nach Südamerika. In der Zukunft erzählen die beiden Museen noch viele weiteren Aspekte dieser Geschichte. Der Beschluss des Rats der Stadt Remscheid sieht für Haus Cleff eine neue Dauerausstellung zur Geschichte von Wirtschaft und Handels Remscheids vor. Bis es soweit ist, liegt noch ein sehr langer Weg vor uns. Wir arbeiten mit vereinten Kräften daran, eine tragfähige Struktur, die notwendige Finanzierung und das notwendige Personal für diese Mammutaufgabe zu finden. Vier Personalstellen für zwei Museen reichen hier beim besten Willen nicht aus.
Haus Cleff
Deutsches Werkzeugmuseum
Stadtarchiv
Wir bauen weiter
Die einzelnen Gebäude des Historische Zentrum werden in Etappen saniert. Deshalb ist manches noch Baustelle, während anderes schon offen ist. Was fertig ist und was als Nächstes kommt, findest du auf der Seite zur Zukunftsagenda 2040 .